WM 2010 in Südafrika

Erstmals fand 2010 eine Fußball Weltmeisterschaft in Afrika statt. Nachdem die FIFA bereits im Voraus beschlossen hatte, dass sich ausschließlich afrikanische Verbände um die Ausrichtung bewerben durften, reichten letztlich Südafrika, Ägypten und Marokko ihre Unterlagen ein. Das Rennen machte Südafrika, das sich knapp gegen Marokko durchsetzte. Von 11. Juni bis 11. Juli 2010 veranstaltete das wirtschaftlich stärkste Land des schwarzen Kontinents die 19. FIFA WM.

All-Star Team FIFA WM 2010

Iker Casillas

Maicon Sergio Ramos Carles Puyol Philipp Lahm

Wesley Sneijder Bastian Schweinsteiger Xavi Andres Iniesta

David Villa Diego Forlan

Begleitet vom ohrenbetäubendem Lärm der Vuvzuelas fanden in zehn Stadien in neun verschiedenen Städten insgesamt 64 Spiele statt. Der Veranstalter scheiterte bereits in der Gruppenphase, womit erstmals ein Gastgeber schon in der Vorrunde scheiterte. Ebenfalls frühzeitig verabschieden mussten sich unter anderem die Finalisten von 2006, Frankreich und Italien, sowie Griechenland, Australien, Kamerun, Elfenbeinküste und die Schweiz. Im Achtelfinale kam es unter anderem zu Krachern wie Deutschland – England (4:1), Brasilien – Chile (3:0) und Spanien – Portugal (1:0).

Eine Runde weiter standen dann folgende Paarungen auf dem Spielplan: Deutschland – Argentinien (4:0), Uruguay – Ghana (4:2 i. E), Niederlande – Brasilien (2:1) und Spanien – Paraguay (1:0). In fast allen Fällen setzte sich der Favorit durch, lediglich Brasilien scheiterte als vermeintlich stärkeres Team. Im Halbfinale kam es dann zu zwei interessanten Partien. Uruguay spielte gegen die Niederlande, Spanien gegen Deutschland.

Im ersten Halbfinale setzten sich die Oranjes nach 90 torreichen Minuten mit 3:2 gegen Uruguay durch und standen damit als erster Finalist fest. Am nächsten Tag folgte Spanien, das die DFB-Elf in einem nervenaufreibenden Semifinale dank eines Tores von Carles Puyol mit 1:0 bezwang. Das Endspiel in Johannesburg am 11. Juli 2010 musste in der Verlängerung entschieden werden, nachdem die reguläre Spielzeit keinen Sieger gebracht hatte. Letztlich sicherte sich Spanien den Titel, da Andres Iniesta kurz vor Ende der 120 Minute zum 1:0 traf. Das Spiel um Platz drei am Vortag hatte Deutschland mit 3:2 gewonnen.

Zum Spieler des Turniers wurde der Uruguayer Diego Forlan gewählt, der beste Torschütze mit fünf Treffern war Thomas Müller – zudem wurde der Deutsche auch zum besten Nachwuchsspieler gekürt. Den Goldenen Handschuh als bester Keeper erhielt Iker Casillas.

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