Zweikampf um Amt des FIFA Präsidenten

Im Kampf um die Nachfolge des suspendierten Sepp Blatter als FIFA-Präsident bahnt sich ein Zweikampf zwischen dem europäischen Kandidaten Gianni Infantino und Scheich Salman Bin Ibrahim Al Khalifa aus Bahrain. Bei der Wahl am 26. Februar 2016 in Zürich werden nur den Beiden Chancen zugestanden. Prinz Ali bin al Hussein, der bei der letzten Wahl im Mai vergangenen Jahres noch als einziger Sepp Blatter die Stirn geboten hatte, sowie Tokyo Sexwale und Jerome Champagne werden mit der Entscheidung nichts zu tun haben.

Gianna Infantino, lange Zeit rechte Hand von Michel Platini und erst nach dessen Suspendierung zum UEFA-Kandidaten aufgerückt, kann mittlerweile einige prominente Unterstützer aufweisen. Neben Alex Ferguson („Gianni Infantino besticht durch Disziplin, professionelle Arbeit und Organisationsgeschick. Er kennt den Fußball, und ich wünsche ihm jeden Erfolg in seinem Bestreben.“) stehen auch Fabio Cannavaro, Jose Mourinho, Fabio Capello oder Luis Figo hinter dem Schweizer.

Zusagen einiger Verbände hat er ebenfalls bekommen. Etwa vom DFB oder dem englischen Verband FA, zudem von Dänemark, Russland, Italien, Serbien, der Türkei und Griechenland. Allerdings haben noch nicht alle Mitglieder der UEFA ihre Zustimmung gegeben. Dennoch sind die Chancen von Infantino gut, hat er doch beispielsweise auch die Stimmen aus der Zentralamerikanischen Fußballunion UNCAF sicher; auch Nord- und Südamerika dürften den Glatzkopf unterstützen.

Scheich Salman Bin Ibrahim Al KhalifaScheich Salman hofft natürlich auf asiatische Stimmen und darf mit jenen aus Afrika rechnen. Dies ist allerdings nicht unumstritten; als Präsident des asiatischen Verband hat er mit dem CAF ein Unterstützungsabkommen für die kommenden vier Jahre geschlossen – Vorwürfe, dass er sich so die Unterstützung sicherte, wurden laut.

Während der Wahlkampf um die Top-Position in der FIFA tobt, hat sich Russland, Veranstalter der Fußball WM 2018, dazu entschieden, Michel Platini und Sepp Blatter, trotz Sperre für acht Jahre, für die Endrunde im eigenen Land einzuladen. Sportminister Witali Mutko dazu: „Grundsätzlich erlaubt ihre Sperre keine Funktion im Fußball. Aber warum sollte ein außergewöhnlicher Spieler wie Platini aus dem Fußball ausgeschlossen sein. Wir werden sie einladen, und ich sehe dabei keinerlei Probleme.“