WM 2022 in 28 Tagen unmöglich

Im März verkündeten die Verantwortlichen der FIFA, dass die Fußball WM 2022 im Dezember stattfinden und nur 28 Tagen dauern werde. In der Vergangenheit hatten Weltmeisterschaften normal 32 Tage lang gedauert. Die internationale Spielergewerkschaft, kurz FIFPro, hat nun eine Studie veröffentlicht, die zu dem Schluss kommt, dass es beinahe unmöglich ist, eine Weltmeisterschaft in 28 Tagen auszutragen.

„Unsere Bedenken sind, dass es unmöglich für die Spieler ist, das Turnier in vier Wochen zu spielen,“ meinte FIFPro-Generalsekretär Theo van Seggelen. Auch im Hinblick auf die Belastungen in den nationalen Ligen scheint die Zeit zu kurz. Denn viele Nationalspieler werden noch im November für ihre Vereine im Einsatz sein und anschließend sofort nach Katar zur WM reisen.

Weitere Kritik übt die FIFPro an Kafala-System, das besagt, dass Spieler und Arbeiter, die in Katar arbeiten, ihren Pass abgeben müssen und ohne Einwilligung ihres Arbeitgebers Katar nicht verlassen dürfen. Sollte sich daran nichts ändern, wird die Gewerkschaft nicht mit katarischen Organisationen zusammenarbeiten.

Auch die europäischen Vereine und Ligen sind mit der Winter-WM unzufrieden und fordern von der FIFA finanzielle Entschädigungen. Karl-Heinz Rummenigge, Vorsitzender der European Club Association, schlägt harte Töne an: „Es kann von den europäischen Ligen und Clubs nicht erwartet werden, die Kosten für eine solche Terminverschiebung zu tragen. Wir erwarten ebenso die seriöse Bereitschaft, den Schaden für die Clubs fair zu kompensieren.“