Platini tritt nach CAS-Urteil zurück

Ursprünglich war Michel Platini für alle Aktivitäten rund um den Fußball für sechs Jahre gesperrt worden. Nach einem Einspruch beim CAS, dem Internationalen Sportgerichtshof, wurde die Sperre nun auf vier Jahre reduziert – für Platini nicht das erwünschte Urteil. Der Franzose zog nun sofort die Konsequenzen und trat offiziell als Präsident der UEFA zurück.

Seine Präsidentschaft wäre eigentlich bis 2019 gegangen, kann aber aufgrund der Sperre nicht mehr ausgeübt werden. Neben der Ausschluss aller fußballerischen Tätigkeiten wird auch eine Geldstrafe fällig – diese wurde allerdings ebenfalls von 80.000 Schweizer Franken auf 60.000 reduziert. Dennoch kein Betrag, den Platini nicht locker zahlen könnte.

Zum Verhängnis geworden ist dem ehemaligen Weltklasse-Stürmer eine dubiose Zahlung von der FIFA. Die 1,8 Millionen Euro-Transaktion soll im Jahr 2011 von FIFA-Boss Sepp Blatter veranlasst worden und offiziell für Beratertätigkeiten gewesen sein.

Beide Beschuldigten meinten, die Zahlung beruhe auf einem 1998 geschlossenen mündlichen Vertrag – zu wenig für den CAS, der sich von der Legitimität dieser Transaktion nicht überzeugt zeigte.

Wer in Zukunft als Oberhaupt der UEFA fungieren wird, soll am 18. Mai in einer Sondersitzung des Exekutivkomitees geklärt werden. Allerdings wird dann wohl nur über das Prozedere für die nächste Wahl diskutiert werden. Somit bleibt weiterhin offen, ob bis zum Start der Europameisterschaft 2016 ein neuer Präsident feststeht. Bis zum Beginn der WM 2018 sollte allerdings alles klar sein.