Letzte Phase der AFC WM-Qualifikation ausgelost

Zwar findet die Weltmeisterschaft 2018 erst in über zwei Jahren statt, in Asien ist aber ein Großteil der Qualifikation bereits absolviert. Vergangene Woche wurde nun die dritte Phase der Vorausscheidung gelost. Dabei sind mittlerweile nur mehr 12 Nationen, womit das anfängliche Teilnehmerfeld von 46 Mannschaften bereits ordentlich reduziert wurde.

In Kuala Lumpur wurden jetzt zwei Gruppen a sechs Nationalteams ausgelost, die um die vier fixen Tickets für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland kämpfen. In jeder der zwei Gruppen qualifizieren sich die zwei Besten direkt für die Endrunde, die beiden Gruppendritten duellieren sich in Hin- und Rückspiel um den Platz in der Relegation. Dort geht es gegen den Fünften der CONCACAF-WM-Qualifikation.

In Gruppe A duellieren sich Japan, Australien, Saudi Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Irak und Thailand wobei Japan und Australien als große Favoriten auf die ersten beiden Plätze gelten. In Gruppe B haben Iran und Südkorea die besten Möglichkeiten, Usbekistan, Syrien, China und Usbekistan sind nur Außenseiter.

Gestartet wird die dritte asiatische Qualifikationsrunde für die WM 2018 Anfang September 2016, zu Ende ist sie dann rund ein Jahr später. Jede Mannschaft absolviert in diesem Zeitraum zehn Spiele – je ein Hin- und Rückspiel gegen jedes andere Team der jeweiligen Gruppe.

Bei der WM 2014 starteten Südkorea, Japan, Australien und Iran für den asiatischen Verband AFC. Jordanien, als Sieger des Duells der Gruppendritten für das interkontinentale Play-Off qualifiziert, scheiterte an Uruguay.

Conte von Italien nach London

Antonio Conte

Clément Bucco-Lechat (CC BY-SA 3.0)

Bereits Mitte Jänner dachte Antonio Conte erstmals über einen Rücktritt als italienischer Nationaltrainer nach. Kurz zuvor verweigerten die Vereine der Serie A ein Kurz-Trainingslager Anfang Februar, das Conte gerne durchgeführt hätte, um die Azzurri noch besser auf die Europameisterschaft vorzubereiten.

Nachdem sich die Gerüchte immer mehr verdichteten, dass der 46-Jährige nach der Endrunde sein Amt als Italien-Trainer, auch wegen Differenzen mit dem nationalen Verband, zurücklegen werden, verkündete Conte Mitte März, dass er nach der UEFA Fußball EM 2016 nicht mehr Trainer der Squadra Azzurra sein werde.“ Man hat mir versprochen, dass ich mit dem Team ausreichend arbeiten kann. Aber ich konnte nicht das tun, was ich wollte“, äußerte der ehemalige Juventus-Coach vor dem Schlager gegen Deutschland Kritik am Verband.

Seit 4. April ist nun bekannt, wo Conte nach der Europameisterschaft seine Zelte aufschlagen werde. Via Twitter verkündete der FC Chelsea, dass man sich mit dem Italiener auf einen 3-Jahres-Vertrag geeinigt habe. Conte wird damit auf Guus Hiddink folgen, der das Amt interimistisch seit dem Aus von Jose Mourinho innehatte, und der insgesamt fünfte italienische Trainer bei den Blues nach Gianluca Vialli, Carlo Ancelotti, Claudio Ranieri und Roberto Di Matteo sein.

„Ich bin sehr gespannt, über die Aussicht bei Chelsea zu arbeiten. Ich bin stolz, Coach des Nationalteams meines Heimatlandes zu sein und nur eine Rolle, die so attraktiv ist wie die des Trainers bei Chelsea, kann darauf folgen. Chelsea und der englische Fußball finden überall Beachtung. Die Fans sind leidenschaftlich und mein Ziel ist es, nach den Erfolgen mit Italien, noch mehr Siege zu feiern“, so Conte in einem ersten Statement.

Für die Qualifikation zur Fußball WM 2018, die im September diesen Jahres beginnt, muss sich Italien nun nach einem neuen Trainer umsehen. Fabio Capello und Claudio Ranieri haben bereits abgesagt, dafür hat sich Giovanni Trappattoni ins Spiel gebracht.

Marcel Koller verlängert beim ÖFB

Marcel Koller

Manfred Werner (CC BY-SA 3.0)

Seit 1. November 2011 ist Marcel Koller Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft. In diesem Zeitraum hat er das Team kontinuierlich weiterentwickelt und bis auf Platz zehn der Weltrangliste geführt. Der bislang größte Erfolg: die souveräne Qualifikation für die Europameisterschaft 2016. Nun hat der ÖFB im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt, dass der nach der Endrunde auslaufende Vertrag zumindest bis Ende 2017 verlängert wurde. Warum Ende 2017? Da ist die Qualifikation für die WM 2018 zu Ende – und im Erfolgsfall läuft das Arbeitspapier dann sogar bis zum Ende der Weltmeisterschaft 2018.

Bereits einmal – nach der verpassten WM-Qualifikation – gab es lange Verhandlungen mit Marcel Koller, da sein Vertrag ausgelaufen wäre. Letztlich wurde 2013 ebenfalls eine Verlängerung zu besseren Bezügen erreicht. Angesprochen auf die jetzige Entscheidung, Angebote von Klubs auszuschlagen und den Weg mit dem ÖFB weiter zu bestreiten, antwortete Koller: „Ich freue mich sehr, dass wir – der ÖFB und ich – uns im Rahmen der Verhandlungen gefunden haben und die Vertragsverlängerung geklappt hat. Wir haben in den vergangenen viereinhalb Jahren ein homogenes Team aufgebaut, das seinen Zenit noch nicht erreicht hat. Wir haben mit dem Betreuerteam und mit den Spielern etwas geschaffen. Da gibt es keinen Grund auseinander zu gehen.“

Bereits jetzt ist der Schweizer einer der längstdienenden Teamchefs der österreichischen Fußballgeschichte. 35 Länderspiele als Trainer hat Koller schon bestritten, bis Vertragsende 2017 wird er mindestens bei 52 Partien halten und Herbert Prohaska überholen. In der Nachkriegszeit hat dann nur Josef Hickersberger mehr Spiele absolviert – und zwar insgesamt 56. Genereller Rekordhalter ist Hugo Meisl, der von 1919 bis 1939 bei insgesamt 128 Spielen auf der Betreuerbank saß.

Brasilien Kader mit zwei Bundesliga-Profis (März 2016)

Brasilien hat in vier Spielen der CONMEBOL Qualifikation für die Fußball WM 2018 bislang sieben Punkte gesammelt. In der Tabelle bringt das sieben Punkte und Platz drei, hinter Leader Ecuador und Uruguay. Am letzten Spieltag vor der Winterpause Mitte November gewann die Selecao gegen Peru mit 3:0. Nun geht es für den Rekordweltmeister am 25. März gegen Uruguay und fünf Tage später gegen Paraguay um wichtige Punkte für die Qualifikation. Nur die ersten vier Mannschaften qualifizieren sich direkt für die Weltmeisterschaft in Russland.

Trainer Carlos Dunga berief für die bevorstehenden zwei Spiele 23 Spieler in den Kader, darunter auch zwei, die in der Deutschen Bundesliga ihr Geld verdienen: Luiz Gustavo vom VfL Wolfsburg und Douglas Costa von Meister Bayern München. Insgesamt spielen 19 Brasilianer in der Bundesliga – neben Gustavo und Douglas dürfen sich in Zukunft wohl auch Wendell (Bayer Leverkusen) und Junior Caicara (FC Schalke) am ehesten Chancen auf Teamehren ausrechnen.

Nur vier Spieler im Kader spielen in Brasilien, der Rest in Europa, China und den USA. Verletzungsbedingt absagen mussten Kaka (Orlando Pirates), Marcelo (Real Madrid) und Rafinha (FC Barcelona), nicht berücksichtigt wurden Alex Teixeira (Jiangsu Suning), Lucas (Paris Saint-Germain) und Thiago Silva (PSG).

Brasilien Kader WM-Qualifikation März 2016

Tor: Alisson (Internacional), Marcelo Grohe (Gremio), Diego Alves (FC Valencia).

Abwehr: David Luiz (PSG), Miranda (Inter Mailand), Marquinhos (PSG), Gil (Shandong Luneng), Filipe Luis (Atletico Madrid), Danilo (Real Madrid), Daniel Alves (FC Barcelona), Alex Sandro (Juventus).

Mittelfeld: Luiz Gustavo (VfL Wolfsburg), Fernandinho (Manchester City), Renato Augusto (Beijing Guoan), Willian (Chelsea/ING), Roberto Firmino, Philippe Coutinho (beide FC Liverpool), Oscar (FC Chelsea), Douglas Costa (Bayern München), Lucas Lima (FC Santos).

Stürmer: Neymar (FC Barcelona), Hulk (Zenit St. Petersburg), Ricardo Oliveira (FC Santos)

Gianni Infantino gewinnt FIFA-Wahl

Die 207 Mitglieder der FIFA haben gewählt. In einer nicht enden wollenden Wahl beim außerordentlichen FIFA Kongress in Zürich am vergangenen Freitag benötigte es zwei Wahlgänge, um einen neuen Präsidenten zu bestimmen. Nachdem Tokyo Sexwale noch vor der ersten Abstimmung zurückgezogen hatte, standen mit Jerome Champagne, Prinz Ali bin al Hussein, Scheich Salman bin Ibrahim al Chalifa und Gianni Infantino nur vier Kandidaten zur Auswahl.

Bereits im ersten Wahlgang, der über zwei Stunden in Anspruch nahm, hatte Infantino überraschend die Nase vorne gehabt. Mit 88 Stimmen hatte er drei mehr geholt als der favorisierte Scheich Salman. Prinz Ali und Champagne mussten sich mit 27 bzw. 7 Votes zufrieden geben. Da kein Kandidat die erforderliche Stimmenzahl erreichte, wurde ein zweiter Abstimmungsvorgang angeordnet.

Dieser brachte dann den überraschenden Sieger Gianni Infantino. Der Schweizer erhielt beinahe die gesamten Stimmen von Prinz Ali und Champagne und kam auf 115. 88 Delegierte stimmten für Scheich Salman. Da bereits eine einfache Mehrheit genügte, war die Überraschung bereits nach zwei Wahlgängen perfekt. In einem ersten Statement dankte der Neo-FIFA-Präsident Infantino den Mitgliedern und kündigte Veränderungen an: „Ich will eine neue Ära. Wir müssen wieder stolz auf die Fifa sein, stolz auf was wir tun.“

„WE WILL RESTORE THE IMAGE OF FIFA.“The new FIFA President Gianni Infantino makes a pledge to the world of football, moments after his election.

Posted by FIFA on Freitag, 26. Februar 2016

Die erste Amtszeit des 45-jährigen Schweizers läuft bis 2019. Danach kann er maximal acht weitere Jahre als FIFA-Präsident agieren. Eine längere Amtszeit sehen die neuen FIFA-Statuten nicht vor. Somit wird er auf jeden Fall bei der Fußball WM 2018 als oberster Schirmherr fungieren.