Niersbach behält Ämter bei UEFA & FIFA

Bereits am 9. November trat Wolfgang Niersbach in Folge des Skandals um die WM-Vergabe 2006 als DFB-Präsident zurück. Da Niersbach auch bei der FIFA und der UEFA offizielle Ämter bekleidet, standen auch diese zur Disposition. Stimmen wurden laut, die den 65-Jährigen auch zum Rücktritt von diesen Positionen aufforderten.

Nun meldete sich DFB-Interimspräsident Rainer Koch in der „Sport Bild“ zu Wort: „Die Ergebnisse der unabhängigen Untersuchung durch die Kanzlei Freshfields liegen zwar noch nicht vor, zum jetzigen Zeitpunkt gibt es aber keinerlei Anzeichen, dass Niersbach aufgefordert werden müsste, aus seinen Ämtern bei der UEFA und FIFA auszuscheiden.“

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In den Exekutivkomitees der FIFA und UEFA wird Niersbach also weiterhin den deutschen Fußballbund vertreten und mithelfen, die EM 2024 nach Deutschland zu holen. „Er hat über Jahrzehnte sehr viele internationale Kontakte aufgebaut. Es wäre ja töricht, sein Angebot, uns Türen zu öffnen und sich für unser Vorhaben einzusetzen, auszuschlagen,“ so Koch weiter.

Während das Gutachten der Kanzlei Freshfields für Februar erwartet wird, arbeite der DFB weiter an der Schadensbegrenzung. Um die zu erwarteten Nachzahlungen zu reduzieren, nahmen die Verantwortlichen bereits mit der Staatsanwaltschaft Frankfurt. Bis zu 25 Millionen Euro Strafe drohen dem DFB.