Niersbach tritt als DFB-Präsident zurück

Wolfgang Niersbach

Wikimedia, Ralf Roletschek (CC BY 3.0)

Die Affäre um die WM-Vergabe 2006 hat nun ihr erstes prominente Opfer gefordert. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach gab am Montag nach einer Versammlung mit dem Präsidium und den Spitzen der Landesverbände seinen Rücktritt bekannt. Das Amt hatte er erst 2012 von seinem Vorgänger Theo Zwanziger, der den ganzen Skandal ins Rollen brachte, übernommen.

Der Rücktritt kam auch für Joachim Löw überraschend. Der Bundestrainer hatte damit überhaupt nicht gerechnet: „Auch wenn es keine Auswirkungen auf die Nationalmannschaft hat: Menschlich ist das sehr schade.“ Dabei wollte Niersbach eigentlich im Amt bleiben und mit seinem Drei-Punkte-Plan im Deutschen Fußballbund aufräumen. Der 64-Jährige wollte sich in einem offenen Brief an alle Fußballfans für die Geschehnisse der letzten Wochen entschuldigen und so auch das Vertrauen der Funktionäre zurückgewinnen. Dazu kam es aber letztlich nicht.

Dennoch muss man sich um Niersbach in Zukunft keine Sorgen machen. Der ehemalige Sportjournalist sitzt weiter in Führungsgremien von FIFA und UEFA und verdient dort insgesamt 250.000 Euro pro Jahr. Allerdings könnte ihm auch der Ausschluss aus diesen Gremien drohen. Beim DFB übernahmen nach dem unfreiwilligen Rücktritt Vize-Präsident Reinhard Rauball und Vize-Präsident Amateure Rainer Koch vorerst die Führung.

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