Marcel Koller verlängert beim ÖFB

Marcel Koller

Manfred Werner (CC BY-SA 3.0)

Seit 1. November 2011 ist Marcel Koller Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft. In diesem Zeitraum hat er das Team kontinuierlich weiterentwickelt und bis auf Platz zehn der Weltrangliste geführt. Der bislang größte Erfolg: die souveräne Qualifikation für die Europameisterschaft 2016. Nun hat der ÖFB im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt, dass der nach der Endrunde auslaufende Vertrag zumindest bis Ende 2017 verlängert wurde. Warum Ende 2017? Da ist die Qualifikation für die WM 2018 zu Ende – und im Erfolgsfall läuft das Arbeitspapier dann sogar bis zum Ende der Weltmeisterschaft 2018.

Bereits einmal – nach der verpassten WM-Qualifikation – gab es lange Verhandlungen mit Marcel Koller, da sein Vertrag ausgelaufen wäre. Letztlich wurde 2013 ebenfalls eine Verlängerung zu besseren Bezügen erreicht. Angesprochen auf die jetzige Entscheidung, Angebote von Klubs auszuschlagen und den Weg mit dem ÖFB weiter zu bestreiten, antwortete Koller: „Ich freue mich sehr, dass wir – der ÖFB und ich – uns im Rahmen der Verhandlungen gefunden haben und die Vertragsverlängerung geklappt hat. Wir haben in den vergangenen viereinhalb Jahren ein homogenes Team aufgebaut, das seinen Zenit noch nicht erreicht hat. Wir haben mit dem Betreuerteam und mit den Spielern etwas geschaffen. Da gibt es keinen Grund auseinander zu gehen.“

Bereits jetzt ist der Schweizer einer der längstdienenden Teamchefs der österreichischen Fußballgeschichte. 35 Länderspiele als Trainer hat Koller schon bestritten, bis Vertragsende 2017 wird er mindestens bei 52 Partien halten und Herbert Prohaska überholen. In der Nachkriegszeit hat dann nur Josef Hickersberger mehr Spiele absolviert – und zwar insgesamt 56. Genereller Rekordhalter ist Hugo Meisl, der von 1919 bis 1939 bei insgesamt 128 Spielen auf der Betreuerbank saß.