Nach Blatter und Platini auch Makudi gesperrt

Die Ethikkommission der FIFA greift im Moment hart durch. Nachdem bereits Mitte letzter Woche FIFA-Präsident Sepp Blatter und UEFA-Chef Michel Platini für jeweils 90 Tage gesperrt wurden, wurden nun weitere Funktionäre vom Weltverband ausgeschlossen.

Einer davon ist der Thailänder Worawi Makudi, der bis Mai noch im Exekutivkomitee der FIFA saß. Auch der 63-Jährige wurde nun für 90 Tage suspendiert. Allerdings will er dies- wie Blatter und Platini auch – nicht tatenlos hinnehmen. Sein Anwalt kündigte bereits rechtliche Schritte gegen das Urteil an. Makudi wird Korruption und Veruntreuung vorgeworfen, wegen Urkundenfälschung wurde er bereits verurteilt.

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In Abwesenheit von Blatter leitet der bisherige Vize-Präsident Issa Hayatou bis auf weiteres die FIFA. Der Mann aus Kamerun wird aber keinesfalls bei der Präsidentschaftswahl im Februar 2016 antreten – somit ist noch immer nicht klar, wer die Nachfolge von Blatter antreten wird. Denn auch Platini hat sich mit seiner Suspendierung selbst aus dem Spiel genommen.

Die 90-tägige Suspendierung kann von der FIFA Ethikkommission noch um 45 Tage ausgedehnt werden. Doch was sind eigentlich die Folgen der Sperre? Zum einen sind die Gesperrten von allen Fußballaktivitäten auf nationaler und internationaler Ebene ausgeschlossen. Das heißt, dass sie nicht einmal ein Stadion besuchen dürfen. Zum anderen leidet die Reputation von Platini enorm unter den Anschuldigungen. Der Franzose galt als Favorit bei einer Präsidentschaftswahl im Februar, wird nun aber wohl nicht antreten.