Korruption bei WM-Vergabe 2002?

Zwar liegt die Weltmeisterschaft 2002 bereits 13 Jahre zurück, trotzdem ist die Endrunde in Japan momentan in aller Munde. Denn glaubt man einem Bericht der spanischen Sportzeitung AS sollen für die erfolgreiche japanische Bewerbung Bestechungsgelder geflossen sein. Von 1,5 Millionen Dollar ist die Rede. So viel soll Japan an den CONMEBOL gezahlt haben, um sich die Unterstützung des südamerikanischen Fußballverbands zu sichern.

Dem Artikel zufolge soll es sogar Dokumente geben, die den Geldtransfer belegen. Der japanische Verband JFA verwies diese Gerüchte natürlich ins Reich der Fabeln. „Das ist unmöglich“, gab JFA-Präsident Junji Ogura zu Protokoll: „Zu dieser Zeit hatten wir eine solche Geldsumme gar nicht zur Verfügung.“

Hauptverdächtiger ist der ehemalige CONMEBOL-Präsident Nicolás Leoz Almirón. Der mittlerweile 83-jährige Paraguayer steht seit einigen Tagen unter Hausarrest, die USA fordert die Auslieferung von Leoz, dem Bestechung, Korruption und Geldwäsche vorgeworfen werden.

Auch wegen Korruption erwägt Belgien eine Klage gegen die FIFA. Der belgische Verband hatte sich gemeinsam mit dem niederländischen um die Austragung der WM 2018 beworben. Nachdem nun neue Bestechungsvorwürfe rund um die Vergabe an Russland publik wurden, will Belgien von der FIFA entschädigt werden. 4,5 Millionen Euro soll die belgische Bewerbung gekostet haben.