Gianni Infantino gewinnt FIFA-Wahl

Die 207 Mitglieder der FIFA haben gewählt. In einer nicht enden wollenden Wahl beim außerordentlichen FIFA Kongress in Zürich am vergangenen Freitag benötigte es zwei Wahlgänge, um einen neuen Präsidenten zu bestimmen. Nachdem Tokyo Sexwale noch vor der ersten Abstimmung zurückgezogen hatte, standen mit Jerome Champagne, Prinz Ali bin al Hussein, Scheich Salman bin Ibrahim al Chalifa und Gianni Infantino nur vier Kandidaten zur Auswahl.

Bereits im ersten Wahlgang, der über zwei Stunden in Anspruch nahm, hatte Infantino überraschend die Nase vorne gehabt. Mit 88 Stimmen hatte er drei mehr geholt als der favorisierte Scheich Salman. Prinz Ali und Champagne mussten sich mit 27 bzw. 7 Votes zufrieden geben. Da kein Kandidat die erforderliche Stimmenzahl erreichte, wurde ein zweiter Abstimmungsvorgang angeordnet.

Dieser brachte dann den überraschenden Sieger Gianni Infantino. Der Schweizer erhielt beinahe die gesamten Stimmen von Prinz Ali und Champagne und kam auf 115. 88 Delegierte stimmten für Scheich Salman. Da bereits eine einfache Mehrheit genügte, war die Überraschung bereits nach zwei Wahlgängen perfekt. In einem ersten Statement dankte der Neo-FIFA-Präsident Infantino den Mitgliedern und kündigte Veränderungen an: „Ich will eine neue Ära. Wir müssen wieder stolz auf die Fifa sein, stolz auf was wir tun.“

„WE WILL RESTORE THE IMAGE OF FIFA.“The new FIFA President Gianni Infantino makes a pledge to the world of football, moments after his election.

Posted by FIFA on Freitag, 26. Februar 2016

Die erste Amtszeit des 45-jährigen Schweizers läuft bis 2019. Danach kann er maximal acht weitere Jahre als FIFA-Präsident agieren. Eine längere Amtszeit sehen die neuen FIFA-Statuten nicht vor. Somit wird er auf jeden Fall bei der Fußball WM 2018 als oberster Schirmherr fungieren.