Präsidentenwahl am 26. Februar – letztes Update

Am Freitag, 26. Februar 2016, wird der Nachfolger von FIFA Präsident Sepp Blatter gewählt. Schauplatz der Abstimmung ist Zürich, wo ein außerordentlichen Kongress der FIFA stattfindet. Realistische Chancen auf den Chefposten im Weltfußball haben nur mehr der Schweizer Gianni Infantino sowie Salman bin Ibrahim Al Chalifa aus Bahrain.

Tokyo Sexwale, Jerome Champagne sowie Prinz Ali bin al Hussein werden kaum Stimmen bekommen. Der Prinz selbst wittert mittlerweile Verschwörungen und fordert eine Verschiebung der Wahl – sowie ein Handy-Verbot. Der einzige Gegenkandidat von Blatter im vergangenen Mai rechnet damit, dass einige Stimmberechtigte ihren Wahlzettel in der Kabine abfotografieren werden, als Beweis, dass sie sich an Vereinbarungen gehalten haben. Im Visier von bin al Hussein: Scheich Salman, der vor allem afrikanische Befürworter finanziell entschädigen soll.

Prinz Ali hat deshalb durchsichtige Wahlkabinen bauen lassen und nach Zürich gebracht. Einsetzen will man diese aber nicht, die FIFA verweist zudem darauf, dass Mobiltelefone vor dem Gang in die Kabine ohnehin abgegeben werden müssen.

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UEFA-Kandidat Infantino kann mittlerweile auf eine große Zahl an Unterstützern bauen. Neben den meisten europäischen Verbänden dürfte der Schweizer auch die Stimmen aus Nord- und Südamerika sicher haben. Zum Zünglein an der Waage könnten die afrikanischen werden. Doch auch hier ist Infantino zuversichtlich und rechnet mit mehr als der Hälfte der 54 Stimmen. „Ich werde großen Einfluss in Afrika haben,“ so der Tenor.

Scheich Salman schlägt indes im Finish härtere Töne an und unterstellt Infantino, die FIFA in arge finanzielle Schwierigkeiten zu bringen. Der Schweizer soll den Mitglieder versprochen haben, im Falle seiner Wahl, die Unterstützung in den nächsten vier Jahren von zwei auf fünf Millionen anzuheben – pro Verband. Ob das den finanziell so gut ausgestatteten Weltverband wirklich zu Fall bringen würde?