Ausländer-Limit in Russlands Fußball

Hulk von Zenit St. Petersburg

Wikimedia, Голубович Дмитрий (CC BY-SA 3.0)

Jahr für Jahr wechseln internationale Stars um viele Millionen nach Russland in die Premjer Liga. Beispiele gefällig? Hulk, Axel Witsel, Danny, Willian, Ezequiel Garay, Bruno Alves, Javi Garcia, Christopher Samba oder Seydou Doumbia wechselten in den letzten Jahren für teilweise hohe Summen in den Norden und verdrängten heimische Spieler aus den Mannschaften. Drei Jahre vor der Weltmeisterschaft im eigenen Land wollen die Veranstalter nun auf die Legionärsflut reagieren und neue Beschränkungen etablieren. Der eigene Nachwuchs soll wieder vermehrt eingesetzt und gefördert werden, ein schwaches Abschneiden bei der Heim-WM soll so verhindert werden.

Das Problem des russischen Fußballs liegt darin, dass kaum Spieler im Ausland spielen. Bis auf Denis Cheryshev (Villarreal) spielen alle Nationalspieler im eigenen Land. Werden nun Stars um viel Geld nach Russland geholt, verlieren die russischen Akteure ihre Plätze – und das soll im Hinblick auf die kommende Fußball WM 2018 verhindert werden. Sportminister Witali Mutko meinte dazu: „Es stehen für jedes Spiel nur vier Russen auf dem Spielberichtsbogen und es gibt 16 Teams in der Liga. Zählen Sie nach, wie viele Russen spielen. In diesem Bereich haben wir eine Menge Arbeit vor uns.“ Insgesamt 172 Spieler (von rund 380) kommen aus dem Ausland, die meisten davon aus Brasilien.

Ein entsprechendes Gesetz würde, sollte es im Parlament beschlossen werden, nicht nur den Fußball betreffen. Auch andere Sportarten wie Eishockey müssten dann in Zukunft derartige Beschränkungen und Limits befolgen. Eine weitere Möglichkeit, das russische Nationalteam zu stärken, sehen die Verantwortlichen in der Einbürgerung ausländischer Stars. Im Gespräch: der Brasilianer Ari vom FK Krasnodar, der in der laufenden Saison bereits 14 Scorerpunkte gesammelt hat.

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