Albanische Kicker werden belohnt

0:1 gegen die Schweiz, 0:2 gegen Frankreich – die albanische Auswahl stand vor dem dritten und letzten Spiel in Gruppe A bei der Fußball EM 2016 noch ohne Punkte da. Obwohl sich die Mannschaft in beiden Spielen Chancen erarbeitet hatte und durchaus einen Punkt verdient gehabt hätte. Gegen die Schweiz musste man früh den Gegentreffer hinnehmen und dann eine Stunde in Unterzahl agieren. Dennoch wäre in der Schlussphase sogar der Ausgleich möglich gewesen.

Auch gegen Frankreich hielt Albanien lange mit und bis in die Schlussphase die Null. Doch zwei ganz späte Tore brachten Les Bleus den unterm Strich verdienten Sieg und Albanien die nächste Niederlage. Im dritten Gruppenspiel gegen Rumänien sollte es dann mit dem ersten EM-Tor und dem ersten Sieg klappen. Leidenschaftlich und mit unbändigem Willen gingen die Albaner in das Spiel und fanden einige Möglichkeiten vor. Kurz vor der Pause war es dann nach einem Tormannfehler so weit: Armando Sadiku erzielte per Kopf das erste EM-Tor Albaniens.

Nachdem die Albaner den Vorsprung anschließend über die Zeit brachten, durften sie über den ersten Sieg jubeln. Und möglicherweise ist das Turnier noch nicht zu Ende für die Adler. Denn als Dritter haben die Albaner noch alle Chancen auf das Achtelfinale. Als Belohnung stellte der Verbandschef für die Spieler diplomatische Pässe in Aussicht, zudem bekommt das albanische Team von der Regierung eine Million Euro als Prämie.

Sollten drei Punkte nicht reichen, beginnt die nächste Herausforderung für Albanien im Herbst 2016. Denn dann startet die Qualifikation für die Fußball WM 2018 in der das Team auf Spanien, Italien, Israel, Liechtenstein und Mazedonien trifft – nicht unbedingt die einfachste Gruppe.