Neymar legt Amt nach Olympiasieg nieder

Es ist vollbracht! Erstmals in der Geschichte hat Brasilien bei den Olympischen Spielen im Fußballturnier Gold geholt. Nachdem die Selecao mit ihrer Auswahl bislang drei Mal Silber und zwei Mal Bronze war es 2016 beim Heimturnier in Rio de Janeiro endlich so weit. 2012 in London scheiterten Neymar und Co. noch im Finale an Mexiko, 2016 war das Glück auf Seiten der Brasilianer.

Im Endspiel traf das Heimteam auf die Auswahl des Weltmeisters Deutschland. Ein besonders brisantes Duell, hatten die Deutschen doch das letzte Duell im WM-Halbfinale 7:1 gewonnen und ein ganzes Land in Schockstarre versetzt. Nun haben sich die Brasilianer für die bitterste Pleite in der Fußballhistorie revanchiert.

Nachdem die Brasilianer durch Superstar und Kapitän nach einer halben Stunde in Führung ging, konnte die deutsche Olympia-Auswahl nach einer Stunde ausgleichen. Zuvor trafen die Jungs von Horst Hrubesch gleich mehrmals Aluminium.

Da nach 90 Minuten und weiteren dreißig noch immer keine Entscheidung gefallen war, musste das Olympia-Finale im Elfmeterschießen entschieden werden – Dramatik pur also. Die ersten vier Schützen beider Seiten verwandelten ihre Strafstöße souverän. Doch bei Nils Petersen flatterten plötzlich die Nerven, er scheiterte an Keeper Weverton. Brasiliens Neymar blieb anschließend ganz cool und verwertete sicher zum entscheidenden 5:4.

Nach dem verwandelten Elfmeter kannte der Jubel bei Neymar, dem brasilianischen Team und den tausenden Fans im Stadion keine Grenzen mehr. Tränen flossen auf dem ganzen Spielfeld, die Erleichterung war groß, nachdem der ganze Druck abgefallen war – das ganze Land hatte die Goldmedaille erwartet.

Und Kapitän Neymar tat nach dem Olympiasieg etwas, womit niemand gerechnet hatte. Er legte sein Amt als Spielführer der Selecao zurück mit den Worten: „Es war eine Ehre, Kapitän zu sein. Aber ab heute werde ich kein Kapitän mehr sein.“ Wer nun neuer Kapitän der Brasilianer wird und die Mannschaft zur Fußball WM 2018 führt, muss nun Neo-Trainer Tite entscheiden.

Mourinho offen für Angebote

Jose Mourinho

Aleksandr Osipov (CC BY-SA 2.0)

Seit Dezember 2015 ist Jose Mourinho vereinslos, nachdem der FC Chelsea und der Portugiese die einvernehmliche Vertragsauflösung bekannt gaben. Klar, dass die Gerüchteküche seit dem überkocht und der Erfolgstrainer Woche für Woche mit anderen Vereinen in Verbindung gebracht wird. In den letzten Wochen war mehrmals von einem Vorvertrag mit Manchester United die Rede. Doch nun deuten die Zeichen doch darauf hin, dass die Red Devils auch in der nächsten Spielzeit auf den erfolglosen Louis Van Gaal setzen.

In einem Interview mit Sky Sports äußerte sich der begehrteste Trainer der Welt zu seiner Zukunft und heizte damit die Spekulationen an: „Ich werde immer wieder mit Jobs in Verbindung gebracht und ich werde auch im Sommer einen Job haben. Aber ich kann versprechen, dass ich aktuell noch keinen Vertrag bei irgendeinem Klub unterschrieben habe.“

Somit werden wieder neue Gerüchte aus dem Boden sprießen. Neben Manchester United soll zuletzt auch der FC Valencia Interesse bekundet haben. Die Spanier haben mittlerweile den dritten Trainer in dieser Saison, nachdem Nuno Santo und Gary Neville entlassen wurden. Doch auch Interimscoach Pako Ayestaran soll nur bis zu Saisonende bleiben. Doch auch ein Engagement bei einem Nationalteam hält Mourinho für möglich – eventuell gepaart mit einer Teilnahme an der WM 2018?

Ein Engagement in Spanien ist aber nicht Mourinhos erste Wahl. Viel lieber würde der 53-Jährige in England bleiben. Neben Manchester United käme von den Spitzenvereinen aber nur Arsenal London in Frage. Dort arbeitet momentan mit Arsene Wenger aber einer der Intimfeinde von Mourinho – also ebenfalls keine allzu guten Jobaussichten.